Ausführungsgrundsätze (Best Execution)

Grundsätze zur Auftragsdurchführung – Best Execution Policy

Zielsetzung

In dieser Best Execution Policy wird festgelegt, welche Grundsätze und Verfahren die Daubenthaler & Cie. GmbH (im Folgenden auch „Vermögensverwalter“ genannt) im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung anwendet, um das bestmögliche Ergebnis bei Transaktionen für die Kundenportfolios zu erreichen.

Bestmögliche Ausführung

Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters werden im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung nicht unmittelbar an Handelsplätze umgesetzt, sondern unter Zwischenschaltung von Intermediären (Broker, Banken, usw.) ausgeführt. Durch sorgfältige Auswahl und Überwachung der Intermediäre wirkt der Vermögensverwalter auf die bestmögliche Ausführung der Transaktionen hin. Der Vermögensverwalter überprüft, ob die Intermediäre ihrerseits über angemessene Vorkehrungen verfügen, die sie in die Lage versetzen, die bestmögliche Ausführung der Order zu gewährleisten.

Grundsätzlich keine Anwendung der Grundsätze auf Investmentfonds

Die Finanzportfolioverwaltung erstreckt sich maßgeblich auf den Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen an Investmentfonds (inländische Sondervermögen oder Investmentaktiengesellschaften), deren Ausgabe bzw. Rücknahme über eine Investmentgesellschaft bzw. über die Depotbank für den Investmentfond erfolgt. Der Vermögensverwalter wird den Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen an Investmentfonds daher vornehmlich über die Investmentgesellschaft bzw. die Depotbank des Fonds ausführen lassen. Die Zeichnung und die Rücknahme der Anteile an den Investmentfonds führt im Auftrag des Vermögensverwalters die depotführende Stelle für die Kundendepots aus.

Sofern ein Investmentfonds an einem Handelsplatz notiert ist, wird der Vermögensverwalter in jedem Einzelfall entscheiden, Anteile an dem Investmentfonds auch über diesen Handelsplatz abzuwickeln. Hierfür gelten die nachstehenden Ausführungsgrundsätze über die Einschaltung von Intermediären.

Prinzipien der Ordererteilung an Intermediäre

Die Vergabe von Aufträgen des Vermögensverwalters erfolgt im Regelfall nach Maßgabe folgender Grundsätze:

Handelsaufträge über Finanzinstrumente werden unter Berücksichtigung aller zum Zeitpunkt der Ordererteilung zur Verfügung stehenden Informationen zu den besten verfügbaren Bedingungen platziert. Bei der Entscheidung über die Auswahl von Intermediären orientiert sich die Gesellschaft an Faktoren, die zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses relevant sind, darunter insbesondere:

  • Preis des Finanzinstruments,
  • Kosten der Auftragsausführung,
  • Geschwindigkeit der Ausführung,
  • Wahrscheinlichkeit der Ausführung bzw. Abwicklung,
  • Umfang und Art der Order.

Diese Kriterien werden unter Berücksichtigung der Merkmale des Kunden sowie in Abhängigkeit von der Art der Finanzinstrumente und des Handelsauftrages unterschiedlich gewichtet, um eine Auswahl der einzuschaltenden Intermediäre zu ermöglichen.

Die Platzierung von Handelsaufträgen erfolgt mit dem Ziel, unter Berücksichtigung aller mit dem Ausführungsgeschäft verbundenen Kosten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Bei der Entscheidung über die Ordervergabe werden deshalb aufgrund der bei Finanzinstrumenten üblichen Kursschwankungen vor allem Intermediäre berücksichtigt, die gleichbleibend für eine kostengünstige, vollständige und zeitnahe Ausführung der Transaktion sorgen. In besonders gelagerten Fällen kann die Auswahl der Intermediäre durch weitere relevante Faktoren (z. B. Markteinfluss der Order, Sicherheit der Abwicklung, Qualität des geleisteten Investment-Research) beeinflusst werden. Im Grundsatz gilt jedoch die folgende Gewichtung der genannten Auswahlkriterien:

Preis des Finanzinstruments und Kosten der Auftragsausführung: 80 %

Geschwindigkeit der Ausführung:   5 %

Wahrscheinlichkeit der Ausführung: 10 %

Umfang und Art der Order:   5 %

Da in den meisten Fällen Privatkunden die Finanzportfolioverwaltung abschließen, orientiert sich das bestmögliche Ergebnis abweichend von der genannten Gewichtung der Auswahlkriterien am Gesamtentgelt für die Ausführung der Aufträge. Das Gesamtentgelt ergibt sich aus dem Preis für das Finanzinstrument und sämtlichen mit der Auftragsausführung verbundenen Kosten. Kann ein Kundenauftrag an mehrere konkurrierende Intermediäre vergeben werden, zählen zu den Kosten auch die Provisionen oder Gebühren der Gesellschaft, die die Gesellschaft für die Ausführung des Auftrages in Rechnung stellt. Sofern diese Kriterien zu keinem eindeutigen Ergebnis führen, werden in einem weiteren Schritt die Faktoren der Ausführungsgeschwindigkeit sowie Ausführungswahrscheinlichkeit, der Abwicklungssicherheit und andere relevante Kriterien berücksichtigt. Diese Faktoren werden untereinander gleichrangig berücksichtigt.

Kooperation mit Abwicklungsbanken

Auf Grundlage der genannten Auswahlkriterien leitet der Vermögensverwalter derzeit Handelsaufträge zur Ausführung von Anlageentscheidungen an den einschlägigen Handelsplätzen in Bezug auf sämtliche Anlageklassen an in Deutschland ansässige Banken, die dem Einlagensicherungsfonds angehören, als Intermediär weiter.

Der Vermögensverwalter überwacht regelmäßig die Orderausführung durch den beauftragten Intermediär. Zu diesem Zweck werden die abgewickelten Transaktionen stichprobenartig auf Übereinstimmungen mit dieser Best Execution Policy untersucht. Etwaige Mängel werden beanstandet. Sofern die Mängel von dem Intermediär nicht behoben werden, wird sich der Vermögensverwalter vorbehalten, diesen Intermediär in der Zukunft nicht mehr zu beauftragen.

Vorrang der Kundenweisung

Im Rahmen der Geschäftsbeziehung kann der Kunde Weisungen hinsichtlich der Ausführungsmodalitäten für ein Einzelgeschäft oder für alle Geschäfte erteilen.

Eine Kundenweisung hat stets Vorrang vor dieser Best Execution Policy und wird von dem Vermögensverwalter im Rahmen der Orderplatzierung umgesetzt.

Überprüfung der Policy

Die Best Execution Policy wird von dem Vermögensverwalter regelmäßig, mindestens einmal jährlich, überprüft. Eine Überprüfung findet auch statt, wenn eine wesentliche Veränderung des Marktumfelds eintritt, die das Erzielen bestmöglicher Ergebnisse im Rahmen dieser Best Execution Policy beeinträchtigen kann. Der Vermögensverwalter wird seine Kunden über wesentliche Änderungen der Best Execution Policy informieren.

Abweichende Platzierung im Einzelfall

Aufgrund von Systemausfällen oder außergewöhnlichen Marktverhältnissen kann es in seltenen Fällen erforderlich sein, eine Order in Abweichung von dieser Best Execution Policy zu platzieren. Der Vermögensverwalter wird auch unter diesen Umständen alles daran setzen, das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erreichen.

Zustimmung des Kunden zur außerbörslichen Ausführung von Handelsentscheidungen

Bei der Abwicklung von Transaktionen kann es geboten sein, einzelne Finanzinstrumente außerhalb geregelter Märkte und sog. multilaterale Handelssysteme (MTFs) zu erwerben bzw. zu veräußern. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn das Finanzinstrument keine Börsennotierung aufweist und auch nicht im Rahmen von MTFs handelbar ist. Auf die Zeichnung und Rückgabe von nicht an Handelsplätzen notierten Investmentfonds über die Investmentgesellschaft oder die Depotbank für den Investmentfonds wurde bereits hingewiesen. Ferner kann die Marktliquidität eines Finanzinstruments zu gering sein, um eine angemessene Preisbildung zu gewährleisten.

Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass der Vermögensverwalter unter Beachtung dieser Best Execution Policy im Rahmen seines Entscheidungsspielraums Aufträge zum Erwerb bzw. Verkauf von Finanzinstrumenten zur Ausführung außerhalb geregelter Märkte bzw. multilateraler Handelssysteme platzieren kann, um das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erreichen.